
| Ultraschall in Bäumen |
Neuentdeckung in der Baumphysiologie - leider neinDas vermeintlich neue biologische Ultraschallsignal (UAE) in Bäumen (Zweifel & Zeugin, New Phytologist, 2008) hat sich als einen Artefakt der Messeinrichtung herausgestellt wie Kathy Steppe (Ghent University, B), Fabienne Zeugin (ETHZ) und Roman Zweifel (WSL) in ihrer jüngsten Veröffentlichung (Juli 2009) in New Phytologist berichten. Der verwendete Ultraschall-Sensor wie auch der elektronische Wandler des Signals sind weitaus temperatur-sensitiver als ursprünglich angenommen. Damit verliert das vermeintlich neuartige UAE-Signal seine Signifikanz und die im Originalartikel gestellt Frage, ob da mehr als Ultraschallsignale von Kavitationen seien, muss momentan wieder verneint werden. Unbestritten bleibt, dass Ultraschallsignale in Baumstämmen durch das Abreissen von Wassersäulen (Kavitation) in den Leitgefässen entstehen können.
Frühere Artikel zum Thema:
Die Ultraschallforschung an Bäumen, auch wenn schon über 40 Jahre alt, steckt noch immer in den Kinderschuhen. Die Messtechnologien entwickeln sich aber laufend weiter und versprechen trotz diesem jüngsten Rückschlag bald weitere spannende Resultate. Steppe, Zeugin und Zweifel äussern sich in Ihrem 'Letter to New Phytologist' überzeugt, dass sich weit mehr physiologische Informationen hinter den Ultraschallsignalen von Bäumen verbergen als momentan wissenschaftlich belegt ist. Natkon.ch bleibt am Ball.
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